Eine authentische Geschichte eines kleinen Weinbauers

Unser werdegang

 

Der Hof von Matjaž ist das Resultat sorgfältiger Arbeit der Familie Pavlin, die in erster Linie der Erhaltung des slowenischen Kulturerbes auf dem Lande verbunden ist, zugleich jedoch auch ihre Gäste für das außerordentliche Kultur- und Naturerbe Slowenies begeistern möchte.

Unsere Geschichte begann im Jahre 1998, als wir uns entschlossen ein altes Nachbarhaus zu kaufen, das seit dem Tode seiner letzten Besitzerin leer stand. Weil das Haus in einem sehr schlechten Zustand war, wollten wir es zunächst abreißen und einen Obstgarten anlegen. Später jedoch entschlossen wir uns – aufgrund der Tatsache, dass solche Häuser heutzutage schon eine wahre Seltenheit sind – das Haus zu renovieren. Dabei folgten wir strikt den Ratschlägen der Behörde für den Erhalt des Kulturerbes in Slowenien. Zugleich retteten wir auch eine Heuharfe vor dem Verfall und stellten sie auf die gegenüberliegende Straßenseite stellten. Kurz darauf bot sich uns die Möglichkeit eine 200 Jahre alten Holzscheune zu kaufen, die wir vom Berg Planina, nahe des Städtchens Sevnica auf unseren Hof brachten und sie hinter unser Haus stellten. Somit waren die Grundlagen für unser Tourismus-Angebot gelegt.

Als 2008 die Renovierung der Objekte beendet war, begannen wir darüber nachzudenken, wie wir unser Wohnhaus in unser Angebot miteinschließen könnten. Eine Renovierung des Hauses erschien uns nicht genug und wir beschlossen unseren Gästen die autochthone Weinsorte unserer Region anzubieten – den Cviček. Dieser Wein ist der Stolz der hiesigen Bewohner. Ein Jahr lang sammelten wir Fotos, lasen sämtliche Fachliteratur und stellten schließlich die „Geschichte des Cviček“ zusammen. Sie besteht aus sieben Teilen und stellt die Geschichte dieses Weines vor, seine Schutzheiligen, Gefäße zur Aufbewahrung, Herstellung und Kellerei. Wir haben noch einige Legenden über den Wein miteingeschlossen, sowie etwas Grundwissen über den Wein. Der Wein ist das einzige Getränk mit dem angestoßen wird; er ist ein Getränk, das die ganze Geschichte hindurch sehr geschätzt wurde und eine bedeutende Rolle im Alltagsleben der Menschen spielte, sowie bei ihrer Arbeit und ihren Festlichkeiten. Unsere Geschichte vom Wein wurde in neun Weltsprachen übersetzt.

Für die Renovierung unseres Hofes und unser Tourismus-Angebot erhielten wir 2008 den „Silbernen Säer“ einen Preis des Slowenischen Tourismus-Verbandes für das zweitbeste touristische Produkt in Slowenien.

Dies war jedoch erst der Anfang. Es folgte der Kauf der Weinberghäuschen Škatlar 1 in der Weinberg-Region Grčevje, zwei Kilometer entfernt von unserem Hof. Auch bei dieser Renovierung unterstützte uns die Behörde für den Erhalt des Kulturerbes mit ihren Ratschlägen. Das Häuschen hat einen aus Stein gebauten Keller mit einem Holzaufbau. Außer den zwei klassischen Betten, befinden sich noch zwei Schlafplätze direkt unter dem Strohdach. Im Weinkeller haben wir einen Wellness-Bereich mit Sauna, Dusche und Liegestühlen. Draußen steht außerdem noch eine heiße Holzbadewanne. 2

Es folgte die Anschaffung des Weinberghäuschens Škatlar 2. Dieses Gebäude ist bereits vom vorhergehenden Besitzer aus der Ortschaft Vratno bei Šentjernej hierher gebracht worden. Wir stellten es auf eine Stelle, an der zuvor ein anderes Haus stand. Weil es aber kein Weinberghäuschen ohne Weinkeller gibt, haben wir auch hier einen dazu gebaut. Auch diesen Bau haben wir im traditionellen Stil gehalten und ebenfalls mit Stroh bedeckt. Später haben wir ein Weinfass neben das Häuschen gestellt. Das Fass hält 7000 Liter und stammt aus dem Weinkeller der Stadt Ptuj. Ins Fass hinein haben wir eine Sauna eingebaut und davor eine Massagewanne aufgestellt. Daneben haben wir einen Bio-Garten für unsere Gäste angelegt.

2013 haben wir im Rahmen des Events „Voluntary camp“ Studenten aus zehn europäischen Ländern bei uns aufgenommen, die unter anderem auch einen Bio-Weingarten angelegt haben mit der deutschen Rebsorte Regent. Diese Trauben werden absolut natürlich angebaut – ohne Spritzen und Düngen.

Und schließlich haben wir noch das Weinberghäuschen Škatlar 3 gekauft – ein aus Stein erbautes Gebäude aus dem Jahre 1848. Neben dem Häuschen stand ein Holzstall für Pferde, auf denen der Besitzer zur Arbeit in den Weinberg ritt. Auch Škatlar 3 haben wir renoviert. Im unteren Teil befindet sich ein wunderschöner Keller, eine Weinbar, eine Küche und ein Raum, in dem bis zu 20 Personen bewirtet werden können. Im oberen Teil haben wir mit lokalen Materialien wie Eiche, Fichte und Buche ein modernes Apartment eingerichtet, in dem sich auch eine Sauna befindet. Diese Häuschen ist mit klassischem Dachziegel bedeckt.

Da wir zugleich auch unseren Weinbau weiter betrieben, benötigten wir einen neuen Raum zur Abstellen der Arbeits-Geräte, wie Container, Wannen, Zisternen, unseren Traktor, us. Zu diesem Zweck bauten wir einen Keller, über dem eine schöne Terrasse entstand. Später bauten wir diese Terrasse in einen geschlossenen Raum um, in dem jetzt verschiedene Präsentationen, Workshops und Meetings stattfinden. Neben dem Raum stehen interessante Toilettenräume zur Verfügung.

Es gibt noch ein Objekt auf unserem Hof: eine mehr als 200 Jahre alte Scheune, die wir aus dem Dorf Kočarija zu uns brachten, wo einst unsere Großmutter lebte. Wir haben die Scheune neben unseren Weingarten aufgestellt und mit Stroh bedeckt. In den nächsten Jahren werden wir auch für diese Scheune eine Verwendung finden.

Unser Angebot basiert jedoch nicht nur auf traditionellen Bauobjekten, sondern vor allem auf einem authentischen Kontakt zu unseren Besuchern. Jeder Gast – allein oder in einer Gruppe – wird mit großer Freude begrüßt und mit selbstgebackenem Brot, Salami, Würsten und Käse verkostet. Unsere Gäste werden natürlich auch in unseren Weinkeller eingeladen und einmal wöchentlich auf unseren Hof, wo wir ihnen das Landleben in der Region Dolenjska und in Slowenien allgemein vorstellen, sowie die außerordentlichen Schönheiten des Landes und ein Tourismus-Angebot, das eine Besichtigung wert ist. Daher kehren viele unserer Besucher immer wieder in unsere Weinberghäuschen zurück, was uns noch besonders erfreut.